Noch ziemlich erschöpft von der langen Autoanreise und begeistert von unserer Unterkunft in Notre-Dames-de-Londres haben wir uns heute auf den Weg in die Nachbardörfer und an die Mittelmeerküste gemacht.
Der erste Stopp hat uns gleich mitten in das von uns so geliebte französische Leben geworfen. In Saint-Martin-de-Londres war nicht nur eine hervorragende Boulangerie mit fantastischen Croissants (schon dafür lohnt sich jeder Frankreichurlaub!) sondern auch ein stimmungsvoller Sonntagsmarkt mit allem, was wir so lieben.

Der kleine Bummel durch das Dorf führte zusätzlich zu hübschen Orten und in kleine Gassen.

Dann führte uns die Route nach Les Matelles, einem kleinen Ort mit einer ganz besonderen Altstadt. Mit Treppen, vielen, sehr engen Gassen und schönen „Vorgärten“ waren wir ganz in den Bann dieses besonderen Ortes gezogen.


Der nächste Halt war dann am Mittelmeer im Badeort La Grande-Motte. Ein ganz besonderer Ort, da er zu Beginn der 60er-Jahre als Konkurrenz zu den spanischen Badeorten entworfen wurde und keine typische Altstadt zu bieten hat. Die ersten Gebäude wurden vom Architekten Jean Balladour in Form von präkolumbianischen Vorbildern und Stufenpyramiden entworfen und gebaut. Konsequent wurden auch die weiteren Gebäude mit ganz besonderen Ideen realisiert und lassen diesen jungen Ort sehr besonders erscheinen. Hier ein paar Beispiele:

Beim Bummel durch den Ort und entlang der Strände haben wir neben der teilweise gewagten Architektur besonders den Schatten der riesigen, schirmförmigen Pinien genossen.



Der letzte Stopp dieses Ausflugs war dann im Nachbarort Le Grau-de-Roi. Ein sehr lebhafter Badeort mit etwas ramschiger Einkaufsmeile und nicht so modisch gekleideten Franzosen. Wir haben uns eher an England als an einen Mittelmeerbadeort erinnert.

Vor unserem Abendessen haben wir uns dann auf ein Feld in der Umgebung unserer Unterkunft begeben. Ich wollte unbedingt ein Foto der Mondfinsternis aufnehmen, was sich allerdings aufgrund der astronomischen Gegebenheiten als schwierig erwiesen hat. Zum einen hatte ich nicht genug Ortskenntnisse, um zu wissen, wo der bereits total verdunkelte Mond aufgehen würde, zum anderen war die Sonne knapp untergegangen und der Mond hatte schon seinen dunkelsten Punkt vor Aufgang erreicht.
So warteten Matthias und ich 45 Minuten vergeblich auf einen Schimmer des im Schatten liegenden Mondes und waren kurz davor unverrichteter Dinge abzuziehen. Aber dann zeigte sich beim abnehmenden Tageslicht endlich die ganz schwach rotleuchtende Mondscheibe.

Dann trat der Mond nach 45 Minuten Abdunklung langsam wieder aus dem Schatten der Erde hinaus:













