Montpellier

Heute haben wir den ganzen Tag in Montpellier verbracht, genauer in der Altstadt von Montpellier. Ich hatte von meinen frankophilen Freundinnen schon gehört, dass es eine sehr reizvolle Stadt sein sollte und sehr lebenswert ist. Wir können dies ohne Einschränkungen bestätigen, wobei wir mit „nur“ 28 °C sehr angenehme Temperaturen hatten. Ob es im Juli/August auch so angenehm ist, ist eher zweifelhaft.

An diesem schönen Gebäude kommt hier keiner vorbei: Opéra National de Montpellier Languedoc-Roussillon (meist Opéra Comédie genannt). Sie prägt den zentralen Platz in der Altstadt und bildet dort mit dem Brunnen der drei Grazien einen wundervollen Abschluss.

Die gesamte Altstadt ist seit einiger Zeit fast vollständig autofrei und lädt damit zum Bummeln und Verweilen ein. Wieso in unserer Heimat Berlin gerade wieder alle Weichen auf den Ausbau des Autoverkehrs gestellt werden, erscheint einem dann absolut verrückt. Beeindruckend war dabei schon die Einfahrt in die Stadt, wo man sehen konnte, dass auch Zufahrten (wo möglich) mit getrennten breiten Fahrrad- und Gehwegen umgebaut wurden und die Autos möglichst an zentralen Orten weit vor der Altstadt geparkt werden sollten.

Eine innenstädtische Palmenreihe und viel Platz für die Tram, Rad- und Rollerfahrer und natürlich die Flaneure.

Typisch für die Altstadt sind in Montpellier die unzähligen engen Gassen, die mit Streetart, kleinen Geschäften, Restaurants und Bars die Menschen anlocken.

Matthias und ich lieben es, wenn die Deko auch über der Straße hängt.
Hier wird schnell klar, was mit dem Begriff savoir-vivre meint.
Gestern eine kleine Katze, heute ein so süüüüüüßer Welpen – wenn das nicht die Klickzahlen hebt. Und natürlich gehen hier Grüße an unsere Kladower Familie raus.

Nach den vielen kleinen Gassen sind wir Richtung hiesigem Arc de Triomphe aufgebrochen, der doch einiges kleiner ist, als der große Triumphbogen in der Hauptstadt.

Im Hintergrund sind das Reiterstandbild des Sonnenkönigs Ludwig XIV. und das Chateau d’Eau zu sehen.

Weiter Richtung Westen zum Aquädukt…

Der Blick Richtung Norden von den Jardins du Peyrou über Montpellier bis zum Hausberg Pic Saint-Loup. Genau zwischen diesen Erhebungen liegt unsere Unterkunft in Notre-Dames-de-Londres.
Der Aquädukt von Montpellier ist weder besonders lang noch besonders alt, hat aber 51 untere und 182 obere Bögen und ist eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Überall gibt es in Montpellier Gebäude, Gegenden oder Dekorationen, die ein wenig an Paris erinnern.

Nach dem wir schon einige tausende Schritte hinter uns gebracht haben, haben wir auf dem Place de la Canourgue unter den wundervollen Platanen gegessen und uns etwas ausgeruht.

Wir haben uns wie Gott in Frankreich gefühlt.

Hier noch ein paar Eindrücke aus dem folgenden Bummeln durch die Gassen, über die Plätze und mit der Straßenkunst:

Geschäfte, Palmen, Restaurants und buntes Treiben
In dieser Gasse (Rue de l’Ancien Courrier) haben wir einen wunderbaren Spieleladen gefunden und tatsächlich ein Spiel und eine Erweiterung zu einem Spiel gekauft. Nun hoffen wir, die Regel schnell zu verstehen.
Wenn das Fahrrad aus Versehen in der Mauer landet.