Heute haben wir uns Richtung Westen auf den Weg gemacht und sind über Sauve nach Nimes und zum Pont du Gard gefahren.
Das Künstlerdorf Sauve war das erste Tagesziel, zu dem wir, wie hier täglich, durch die Weinfelder von Dorf zu Dorf gefahren sind. Die Trauben hängen überall schwer, süß (wir haben probiert) und reichhaltig an den Reben.




Zur Mittagszeit ging es dann in die Arena nach Nimes und damit direkt in die über 2800 Jahre alte Stadt. Schon die Kelten haben hier gelebt, aber nur von den Römern sind drei prägende Bauten stehen geblieben.


Beim Rundgang durch die Arena haben wir über Audioguide neben den üblichen Gladiatorengeschichten auch Dinge über diesen Ort gelernt, die eher jenseits der Römerfilme und Asterix-Comics liegen. Zum Beispiel, dass nach der Nutzung für Gladiatoren- und Tierkämpfen bis ins 4 Jhd. das Geld für den Betrieb ausblieb und so das Gebäude langsam umgenutzt wurde. Im Mittelalter beherbergte die Arena sogar 200 Häuser und 2 Kirchen und es lebten mehrere 1000 Menschen ständig in ihr. Erst um 1850 wurde der Bau wieder zu einer Arena zurück gebaut.
Das Maison Carrée ist neben dem Pantheon in Rom der besterhaltene Tempel aus der Römerzeit. Er wurde bereits im frühen 18. Jahrhundert umsichtig restauriert und diente uns als Schattenspender im warmen Nimes. Zudem ist la Maison mittlerweile UNESCO Weltkulturerbe.

Der Pont du Gard war letztes Ausflugsziel und ist als Bauwerk untrenbar mit Nimes verbunden. War dieser Aquädukt doch Teil einer 50 km langen Wasserleitung, die die Stadt mit Frischwasser versorgt hat.

Unvorstellbar wie die Architekten vor 2000 Jahrn ein solches Bauwerk realisiert haben. Damit das Wasser in Nimes ankam durften über 50 km nur 17 Höhenmeter als Gefälle geplant werden, also ca. 25 cm/km. Der Pont du Gard ist dabei nur eine von 7 Aquädukten.


Die Wasserleitung der Römer hat über drei Jahrhunderte täglich 35.000 qm Wasser nach Nemausus (Nimes) transportiert und selbst ohne Wartung noch weitere knapp vierhundert Jahre Wasser für die Stadt geliefert. Danach wurden die Materialien der Wasserleitung zweckentfremdet und als Baumaterialien für die umliegenden Dörfer genutzt.












