Der Tag begann, wie schon die letzten, mit Kaffee und einem Besuch bei unserer Boulangerie in Saint-Martin-de-Londres, um das wichtigste des Tages zu kaufen: Croissant, Pain au Chocolat et Baguette. Dann aber wurde es sagen wir mal… kompliziert.
Wir fuhren auf dem Weg nach Aigues-Mortes an einem Ort vorbei, dessen Schloss uns neugierig machte und zu einem Besuch einlud – dachten wir zumindest. Aber weder konnten wir zum Schloss gelangen, noch waren uns die Menschen auf dem winzigen Wochenmarkt wohlgesonnen, noch… ach egal hier das Bild was uns von Castries bleiben wird:

Dann ging es weiter zu unserem eigentlichen Ziel. Allerdings wollten wir vorher noch tanken, stellten aber fest, dass wir – man sagt heute wohl : aus Gründen – kein Portemonnaie dabei hatten. Kein Problem dachten wir, haben wir doch bisher fast ausschließlich mit HandyApp gezahlt. Und dann ging es los: 1. Tankstelle nur mit physischer Karte, 2. Tankstelle nur…. 3. Tank… und bei der 4. gab es dann endlich eine Person, die uns unterstützen konnte und wir mussten nicht dann schon abbrechen.
Vollgetankt ging es dann zum Zielort, der uns von meiner Schwester und unser leiben Gartennachbarin sehr empfohlen wurde: eine der wenigen Städte die noch vollständig von einer Stadtmauer umgeben sind. Beide (Jutta und Simone) haben einen guten Geschmack und wir freuten uns auf die Stunden dort. Mein Magen-Darm-Verarbeitungstrakt freute sich zudem auf eine Toilette.
Als wir vom Parkplatz ankamen, bot sich uns allerdings das folgende Bild:

Dann zumindest eine Toilette – und es drängte WIRKLICH!!! Tatsächlich zeigte der erste Stadtplan gleich ein WC, aber – ich spare mir nun die folgenden Minuten. Nur soviel: am Ende ging noch mal alles gut, aber es war noch eine weite Wanderung und auf Messers Schneide – ich war in Gedanken schon abfahrbereit mit voller Hose.
Dann versuchte Matthias die Spannung zu lösen und hat mich zum Rundgang auf der Stadtmauer überredet und wir hatten ja beide die glaubhaften Empfehlungen der Familie/Freundin im Ohr.

Die Stadtmauer ist im Wesentlich aus dem 13. Jahrhundert und kaum verändert worden. Die Stadt innerhalb ist immer mal wieder verändert worden und besteht deshalb aus Gebäuden vieler Jahrhunderte.

Der Blick gen Südosten ging dann in die Richtung der Salinenfelder auf den schon seit vielen Jahrhunderten Salz abgebaut wird. Wir haben gleich eine große Menge an Fleur de Sel im zugehörigen Store gekauft.


Aber wie so oft gilt auch hier: die Stadtmauer unterbindet im Grunde das normale Stadtwachstum und die Stadt hat außerhalb kaum noch Charme bzw. ist „unterentwickelt“ gegenüber den Nachbarstädten.



Danach fuhren wir zur Entspannung an den Strand in der Nähe gleich hinter La Grande-Motte, den Petit Travers. Auf dem Weg hatten wir dann noch die Gelegenheit die hiesigen Flamingos zu beobachten.

Für den abschließenden Strandbesuch habe ich einen Abschnitt herausgesucht, der häufig von der Gay-Community aufgesucht wird – dank Google kein Problem. Die französischen Kommentare im Netz diesbezüglich waren sehr charmant: „der Strand ist natürlich für alle da, aber man möge mit großer Toleranz den LGBT-Gästen begegnen.“ So war es auch – oder besser gesagt, wir fast alleine und uns konnte keiner schief ansehen, war ja keiner da.

Das Wasser war erfrischend und wir hatten große Freude. Mir haben die 21 °C Wassertemperatur aber nicht gereicht, um mehrfach ins Wasser zu gehen.












