Ortswechsel, Geburtstag und Regenwetter

Bevor ich ein paar Bilder zeige, möchte ich mich bei all denen bedanken, die heute an meinem Geburtstag an mich gedacht haben – herzlichen Dank für eure Glückwünsche!!!

Heute war Bettenwechsel (wie unsere liebe, kürzlich verstorbene Nachbarin uns mal beigebracht) und wir sind mit gepackten Koffern aufgebrochen, weiter gen Südwesten. Auf dem Weg gab es noch drei Abstecher, bei denen wir einige Höhepunkte der Region besuchten.

Le Pont du Diable (eine Brücke aus dem 9. Jhd.) über dem schon ein paar Mal erwähnten Fluss Hérault, am Ende des tiefen Taleinschnittes. Wie zu jeder alten Brücke, gibt es natürlich auch hier eine Geschichte. In dieser hier spielt in diesem Falle der Teufel ein Rolle, schließlich ist er Teil des Namens.

Heutzutage darf die Brücke nur noch zu Fuss betreten werden. Die Brücken für den Autoverkehr liegen etwas flussaufwärts.

Der Taleinschnitt des Hérault öffnet sich nach vielen Kilometern hier in Richtung Mittelmeer. Vorher war er in eine tiefe Kalksteinschlucht eingezwängt.

Das Tal vermittelt einem sehr gut, welche Kraft Wasser über die Jahrtausende hat.
Vom Pont du Diable auf die beiden Straßenbrücken zu blicken ist eine beeindruckende Szenerie.

Die Gegend ist bekannt für ihre vielen Tropfsteinhöhlen und so haben wir zum Abschluss noch ein solche besucht, die Grotte de Clamouse. Auch wenn die Führung nicht so top war, haben die sehr großen Höhlenräume (teils über 60 m hoch) sehr beeindruckt. Die Präsentation der einzelnen Formationen hätte aber etwas moderner erfolgen können.

Was Wasser und Kalk über Jahrmillionen so alles ausformen können.
Ein Zauberwerk von unterschiedlichen Gebilden.

Eigentlich sollte der nächste Zwischenstopp in Sète, der schönste Teil der heutigen Fahrt sein, aber das Wetter spielte (wie bereits vor Tagen angekündigt) nicht mit. Es regnete heftig und ein gemütlicher Stadtbummel war nicht drin.

Die Hafenbrücke ist sicher auch ohne grauen Himmel nicht sehr einladend, aber bei Starkregen wirkte sie sehr bedrohlich und brutal.
Es schüttete schließlich wie aus Eimern und ich war wohl der einzige Verrückte mit Kamera unterwegs. Bei gutem Wetter ist sicher ein große Leichtigkeit in all den Straßen an den vielen Kanälen mit den zahllosen Schiffen.

Meine neue Outdoorjacke konnte endlich beweisen, dass sie absolut wasserdicht ist nur die Kamera, die Hose und die Schuhe wurden ziemlich nass.

Dann ließ der Regen etwas nach und es wurde in der Ferne etwas heller, aber die Stunden in Sète waren leider vorbei.

Das wofür diese Stadt eigentlich berühmt ist, nämlich die hervorragende Meeresfrüchteküche in den vielen Straßenrestaurants, musste leider wetterbedingt ausfallen.