Abbaye de Fontfroide

Heute haben wir gemeinsam mit Matthias und Thomas einen Ausflug in die nähere Umgebung zur ehemaligen Abtei Saint-Marie-de-Fontfroide unternommen. Wir wollten das aufgegebene Kloster anschauen und anschließend eine kleine Wanderung durch die angrenzenden kleinen Berge unternehmen.

Einer der großen Höfe der Abtei mit teils neueren, künstlerischen Elementen (hier im mittleren Gitter erkennbar).

Die ehemalige Zisterzienserabtei wurde 1093 gegründet und 1901 endgültig aufgegeben. Die meisten Gebäudeteile stammen aus dem 12. und 13. Jhd. und es gilt zu den am besten erhaltenen Klöster aus dieser Zeit.

Säulen im fast 1000 Jahre alten Kreuzgang.

Das Kloster wurde 1908 vom Maler und Kunstsammler Gustave Fayet gekauft und ist bis heute im Familienbesitz. Die Familie hat die Restauration des Bauwerks dabei immer unter künstlerischen Gesichtspunkten vorgenommen.

Die Restaurierung der Kapitelle der Säulen wurden nicht unter dem Gesichtspunkt der detailgetreuen Nachbildung des Ursprungszustandes vorgenommen, sondern unter künstlerischen Aspekten durchgeführt.

Im gesamten, besuchbaren Teil der Abtei war immer auch Kunst der letzten 120 Jahre zu finden und (für uns besonders schön) die außenliegenden Anlagen wurden mit vielen schönen Gartenideen gestaltet.

Mit liebe zum Detail: eine Tillandsie in einem Baum mit verschlungenen Ästen.

Die sehr gepflegte Anlage bot immer wieder überraschende Ausblicke und Perspektiven und vor allem Ruhe und Entspannung.

Eine Skulptur aus dem Jahre 2008 von einem südafrikanischen Künstler.

Der große Innenhof wurde aber wesentlich von einem wunderbar gewachsenen (sicherlich korrigierend gezogenen) Erdbeerbaum geprägt. Matthias war ganz begeistert von diesem Exemplar.

Matthias unten links beim Fotografieren des Baumes
Die Früchte des Erdbeerbaumes werden im reifen Zustand fast erdbeerrot.

Das Innere der Abtei war im Laufe des 19. Jhds. bereits fast vollständig ausgeräumt und wirkte für uns mit seiner Leere ganz besonders auf uns, dadurch kamen die seit 1908 eingefügten künstlerischen Elemente oft besonders zur Geltung.

Die Fenster in der ehemaligen Klosterkirche waren von verschiedenen Künstlern gestaltet worden und wirkten durch ihre aktuelle Farbigkeit.
Teils wirkten die Räume aber auch nur durch ihre Leere. Hier das alte Dormitorium in dem Thomas und Matthias dort fotografierten, wo in der Blütezeit der Abtei 250 Mönche geschlafen haben.

Ganz besonders haben uns aber mal wieder die Gärten der Anlage interessiert.

Der Rosengarten im mediterranen Zupflanzungen war besonders schön.

Durch viele insektenfreundliche Blüten zog der Garten sehr viele Schmetterlinge an und Matthias und ich fühlten uns an unseren Besuch in Hobbiton in Neuseeland erinnert, wo sogar extra Schmetterling angezüchtet wurden. Auch hier gab es so viele große und bunte Exemplare.

Ein Schwalbenschwanz in voller Pracht.

Auch der restliche Garten steckte voller schöner Ideen und hat uns begeistert. Leider musste aber die anschließend geplante Wanderung ausfallen.

Teile der Anlage vom erhöhten Teil des Gartens aus fotografiert.

Der Wald rund um die Klosteranlage herum war den Waldbränden in diesem Sommer zum Opfer gefallen und nur die an das Kloster angrenzenden Baumbestände waren nicht verkohl. Ob dies reines Glück war oder gezielt die Anlage geschützt wurde, haben wir nicht erfahren.

Als folge der langen, trockenen Hitzewellen war die direkte Umgebung aber gesperrt, damit nicht unabsichtlich Besucher einen gefährlichen Brand auslösen können.

Die ausgefallene Wanderung haben wir durch eine Kaffeeleckerei mit tollen Eclairs aus der hiesigen Boulangerie ersetzt und anschließen auf der Terrasse des Gites entspannt Hitster mit ausschließlich französischen Liedern gespielt.