Wein und Mendoza

Seit gestern sind wir auf einem Weingut im Umfeld von Mendoza untergebracht, im Club Tapiz Hotel & Restó. Das Weingut beherbergt neben dem Hotel, ein Restaurant, eine Kochschule, ein Teppichmuseum, eine Spa-Anlage und kleinere Gartenanlagen. Sämtliche touristischen Anlagen sind sehr geschmackvoll in dem über hundert Jahre alten Hauptgebäude untergebracht und sehr stilsicher und kunstvoll eingerichtet. Und alles dreht sich um Wein und Teppiche, da das Gut vom Wandteppich seinen Namen hat.

Die Stadt Mendoza (viertgrößte Stadt Argentiniens, im Großraum 1,2 Mio. Einwohner) wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von einem schweren Erdbeben heimgesucht und alle Häuser aus der Kolonialzeit wurden zerstört. Beim Wiederaufbau wurde die Stadt in ein typisches Schachbrettmuster gezwängt, aber alle Straßen wurden so breit gebaut, dass überall Platz für Straßenbäume war.

Außer vieler Einkaufsstraßen gibt es noch fünf symmetrisch angelegte Plätze, die jeweils ganz eigen und einheitlich gestaltet sind. Dort entspannen sich die Mendocinos und wir haben es ihnen gleichgetan.

Neben dem Jacaranda haben wir einen neuen Baum entdeckt, dessen Blüten uns außerordentlich gefallen: der Ceibo (Erythrina crista-galli oder Hahnenkammbaum bzw. gewöhnlicher Korallenbaum).

Nachdem wir sämtliche zentralen Plätze und einige der netten Einkaufsstraßen erkundet hatten, haben wir es den Mendocinos gleich getan und auf den Bänken ausgeruht.

Zurück auf dem Weingut haben wir das angeschlossene Museum Tapiz mit sehr vielen alten und neuen Wandteppichen besucht.

In den verwinkelten Kellergewölben hängen viele moderne Teppiche, die von unterschiedlichen Künstlern gestaltet wurden, aber auch viele alte Stücke, die teilweise auf sehr moderne und künstlerische Art gezeigt werden.

Außerdem waren in Teilen des Kellers noch abgefüllte Weinflaschen gelagert – alles sehr stimmig.

Gleich geht es zu unserer zweiten Weinverkostung, damit wir dann auch gut vorbereitet zum Abendessen im Restaurant gehen können.