Um 8 Uhr wurden wir heute von unserem Guide Rodrigo zu einer Ganztagestour in den südlich von Malargüe gelegenen Nationalpark La Payunia abgeholt. Wir waren uns gar nicht so sicher, was uns erwartete, da wir nur wenige Bilder vorher im Netz gesehen hatten. Außerdem hatten wir große Bedenken, ob das Wetter mitspielen würde.
Der Nationalpark besteht aus unzähligen Vulkankegeln und einer unglaublichen Flora, die sich auf dem schwarzen Basalt entwickelt hat.Auf diesem Bild sind die beiden größten Vulkane, der Payunia Matrú (Schildvulkan, links) und Payunia Liso (Stratovulkan, rechts) am Horizont zu sehen.
Insgesamt gibt es auf dem Gebiet des Nationalparks ca. 800 größere und kleinere, intakte oder kollabierte Vulkankegel und -reste. Damit ist diese Region diejenige, die die meisten Vulkane der Welt vereint. Jeder Hügel auf den folgenden Bildern ist vulkanischen Ursprungs.
Das erste Ziel war der Volcán Morado, ein Krater der von unendlich vielen kleinen Basaltsteinen in leicht verschiedenen Farben bedeckt ist und an dessen Kraterrand wir wandern konnten. Leider war der Wind dort so heftig, dass wir keine Muse für ein schönes Foto hatten – die Windböen haben uns mehrfach fast um- und in den Krater hineingeweht.Die Landschaft ist durch kein Foto einzufangen, man muss es selbst gesehen haben, um die Kräfte zu erahnen, die dies Formationen hervorgebracht haben.
Wir fuhren insgesamt 4,5 Stunden mit unserem Guide über das riesige Gelände und haben auf englisch und spanisch viele Informationen zu den Besonderheiten von Payunia erhalten.
Die unglaubliche Menge an schwarzem Basaltsplitt und die merkwürdigen Muster, die die Gräser in leichtem Grüngelb auf den Boden zauberten sind leider nicht in einem Foto zu konservieren. Zudem zogen durch einen starken Wind überall Wolken über das Land und warfen zusätzliche Schatten – eine Szenerie, die wie von einem anderen Planeten wirkte.Jeder dieser Hügel ist ein ehemaliger Vulkankegel und selbst die in die Wolken reichenden Berge sind entweder Teil des großen Schichtvulkans oder eigene Vulkane. Wir standen nur staunend vor dieser Landschaft.Zudem begegneten wir immer wieder kleinen Gürteltieren, die ich leider nur unscharf fotografieren konnte und den hier häufig anzutreffenden Guanakos.
Drei Vulkane auf einem Bild (die Randbereiche nicht mitgezählt) – im Hintergrund der riesige Vulkan Payunia Liso.
Die ganze Zeit wechselt das Wetter und der Wind trieb die Wolken über das Land.
Ein riesiger Kaktus, der hier Schwiegermutterstuhl genannt wird. Diese hügelartige Pflanze mutete absolut surreal an.
Die Zeit im Nationalpark verging wie im Fluge und wir haben uns absolut begeistert und beeindruckt wieder auf den Rückweg gemacht. Und das vor dem Hintergrund, dass wir schon einige besondere Landschaften gesehen haben.
Der Regen nahm auf der Rückfahrt deutlich zu und es gab einige Gewitter. Zum Abschied aus dem Nationalpark konnten wir noch diese beiden Regenbögen beobachten – was ein unglaublicher Tag. Diese Eindrücke werden wir noch lange mitnehmen.
Auf dem Rückweg haben wir noch an einem Bauernhof halt gemacht und einen „Kaffee“ getrunken. Die Familie lebt unter anderem davon, dass ab und zu Touristen kurz halten und dort mit ihren Guides einkehren. Die äußerst einfachen Umstände der „Farm“ haben uns zum Nachdenken gebracht.
Diese Ziegen standen vor der ca. 4 km entfernten Nachbarfarm (die Gebäude in der Bildmitte), und waren vor dem Gewittersturm mit ihren Kitzen auf dem Weg ins Gatter.
Nach einem heftigen Gewitter mussten wir ca. 50 km über aufgeweichte und von kleinen Bächen durchzogenen Schotterpisten nach Malargüe zurückfahren (bzw. unser Guide ist gefahren, wir hätten uns durch manchen kleinen Sturzbach nicht mit dem Auto getraut).
Kurz vor unserem Ziel, zurück auf den asphaltierten Teil der Ruta 40 hatten wir plötzlich einen überwältigenden Blick auf die Anden. Der verdunstende Regen und die seitlich einfallenden Sonnenstrahlen der schrägstehenden Sonne ließen die Landschaft vollkommen verzaubert aussehen.
Um kurz vor 20 Uhr waren wir wieder am Hotel, was ein wundervoller Tag!!! Morgen geht es dann ohne Guide in die Anden, mal schauen, was wir dort für Eindrücke gewinnen.
2 Gedanken zu „Reserva Natural La Payunia“
Hey ihr Lieben, leider schaffe ich es nicht immer ganz zeitnah eurem Blog zu folgen, aber was für tolle Bilder, gerade in diesem Beitrag! Ich bin absolut beeindruckt 🤩
Ich wünsche euch weiterhin so tolle Erlebnisse und ganz viel Spaß.
Liebe Grüße aus Bremen
Jutta
Liebe Grüße nach Bremen, obwohl wir bei unserer Planung auf viele schöne Landschaften gehofft haben, sind wir von der Schönheit und der unglaublichen Weite glücklich überrascht.
Es ist gar nicht wichtig, dass ihr alles verfolgt. WIr werden euch sowieso beim nächsten Treffen damit stundenlang „volltexten“.
Liebe Grüße auch von Matthias
Hey ihr Lieben, leider schaffe ich es nicht immer ganz zeitnah eurem Blog zu folgen, aber was für tolle Bilder, gerade in diesem Beitrag! Ich bin absolut beeindruckt 🤩
Ich wünsche euch weiterhin so tolle Erlebnisse und ganz viel Spaß.
Liebe Grüße aus Bremen
Jutta
Liebe Grüße nach Bremen, obwohl wir bei unserer Planung auf viele schöne Landschaften gehofft haben, sind wir von der Schönheit und der unglaublichen Weite glücklich überrascht.
Es ist gar nicht wichtig, dass ihr alles verfolgt. WIr werden euch sowieso beim nächsten Treffen damit stundenlang „volltexten“.
Liebe Grüße auch von Matthias