Die heutige Fahrt führte uns stundenlang durch die Pampa Argentiniens auf unserer Abenteurerstraße Ruta 40. Und da wir wieder durch den Ort Chos Malal kamen (siehe Blogeintrag vor 2 Tagen), haben wir dort erneut mit Warteschlange vollgetankt und in einem supermercado (dies hat nichts mit unseren Märkten zu tun) eingekauft. Wir benötigten vor allem Dinge zum Reinigen des Autos und der Schuhe. (Wer eine Ahnung bekommen möchte, warum dies so wichtig ist, hier einfach den Link anklicken!)

Die Straße ist den Argentiniern genauso wichtig, wie die Zugehörigkeit der Las Malvinas/Falklandinseln zu Argentinien, die überall im Land immer wieder in Denkmälern, auf Schautafeln und auf Inschriften herausgehoben wird. (Als hätte das Land keine anderen Probleme….)

Von Chos Malal ging es dann wieder 170 km auf der aber vollständig asphaltierten 40 gen Süden durch die Pampa und zwar ohne eine weitere Siedlung oder ein Haus zu sehen und insgesamt zwei „Abzweigungen“ für „Feldwege“ – das ist eine unheimliche Weite aber auch Langeweile!
Diese Langweile führte uns schließlich zu einem kleinen Stressfaktor: wir mussten die 40 nach Las Lajas (wirklich nur ein winziges Dorf) verlassen und kurz danach erneut abbiegen, um nach Villa Pehuenia (wir haben bisher keine Ahnung, wie dies ausgesprochen wird) zu gelangen. Da wir die ganze Zeit perfekt mit Google durch das Land geführt wurden, haben wir uns wieder auf Maps verlassen. Das war aber ein Fehler!!!
Wir haben nämlich die nicht ausgeschilderte Abfahrt zu unserem Ziel verpasst und Google Maps hat das gemacht, was es immer macht: es hat die Route neu berechnet und die nächste Möglichkeit zum Wenden eingebaut. Wir haben diesen Schritt nicht mitbekommen und sind immer schön auf der blauen Linie entlang der Straße gefahren. Nur war die nächste Wendemöglichkeit für Google eben der nächste Ort, Abzweig auf bzw. entlang der Straße und der war über 50 km entfernt. (Mist, wenn die Programmierung davon ausgeht, dass es immer mal Straßen gibt, die kreuzen oder abfahren.)
Wir haben das erst bemerkt, als wir knapp 500 m vom Wendepunkt entfernt waren. Dies lag auch daran, dass der Stand der Sonne uns hier nicht hilft. In der Mittagszeit ist sie immer um die knapp 75° über uns und damit für Mitteleuropäer eigentlich senkrecht und zudem ist sie eben im Norden. Dies irritiert mich immer wieder und führt meinen Orientierungssinn nachhaltig in die Irre.

Nach knapp 7 Stunden Fahrt wurde es dann wieder spannender und vor allem schöner. Wir kamen in die Araukarienwälder des nördlichen Patagoniens. Für uns ein Anblick, der sehr, sehr ungewohnt ist, auch wenn wir schon Araukarien in Patagonien bzw. einzelnen Gärten in Europa gesehen haben.


Mittlerweile sind wir in unserer fantastischen Unterkunft der Posada la Escondida in Villa Pehuenia angekommen und genießen seit Stunden den traumhaften Blick auf den Lago Aluminé und gleich geht die Sonne unter.


Es gibt auf dem Hotelgelände noch sehr viele andere, gerade blühende Pflanzen und Bäume, die wir heute per App bestimmt haben und an denen wir Gefallen haben.








