Araukarien rund um den Vulcán Batea Mahuida

Unser Hotel am See ist nahezu perfekt. Wir haben gestern Abend auf der Terrasse den Sonnenuntergang genossen und ein gutes Essen im schönen Restaurant des Hotels erhalten.

Heute sind wir dann auf des Land der ansässigen Mapuche gefahren, genauer gesagt der Pehuenche, die hier mit den Araukarien verwurzelt sind und ihre Traditionen und ihre Mythologie auf die Bäume ausgerichtet haben. Im Rahmen eines Ausgleichs mit den eingewanderten Argentiniern haben sie hier wieder (teilweise) Einfluss auf ihr Land erhalten und die Kinder können in eine eigene Schule hier im Ort gehen. Der gesamte Tourismus hier im Ort soll nachhaltig auf eine Stärkung der Mapuche ausgerichtet sein. Ob das stimmt, können wir nach so kurzer Zeit nicht beurteilen.

Der zentrale Berg in diesem Gebiet ist der erloschene Vulcán Batea Mahuida, der mit dem Auto an und bei 4-Rad-Antrieb sogar befahren werden kann.

Bei der Einfahrt in das Mapucheland hat uns eine Mapuche ausgiebig erklärt, welche Wege wir befahren dürfen und was wir sehen würden. Zu unserem Glück auf Spanisch und nicht auf Mapudungun/Araukarisch! Wir haben ihre Anweisungen befolgt und mussten nur bei der letzten Strecke aufgrund von Motorschwäche aufgeben.

Wir haben es schließlich ebenfalls bis zu der Stelle geschafft, wo auf dem Bild oben die Autos parkten. Für weitere Meter hätten wir einen stärkeren Motor benötigt, so mussten wir den Wagen schließlich neben dem unteren der drei Autos abstellen. Auch das war schon abenteuerlich genug.

Der weitere Aufstieg war dann noch beschwerlicher als wir erwartet haben, aber für ein paar Fotos von oben musste es nun mal sein. Der Weg schien endlos und der unter den Füßen wegrollende Split machte die Sache nicht leichter.

Um den Blick auf den Kratersee zu erhalten, war dann noch mal etwas Mut notwendig. Der Split war nun wirklich kein fester Untergrund und für ein Foto mit dem kompletten See, musste ich an den Kraterrand. Dazu wartete ich, bis ich unbeobachtet an einer Stelle war und krabbelte einen Meter auf allen Vieren mit der Kamera festgekrallt zum Rand.

Die Aussicht von oben war in alle Richtungen wunderbar, der Blick auf die vielen Vulkane der Umgebung mit ihren schneebedeckten Kuppen hat für die große Mühe entschädigt.

Das letzte Foto des heutigen Blogeintrages muss natürlich den heiligen Baum der Pehuenche zeigen, die uns auf ihr Land gelassen haben: also noch ein Bild der Araukarie mit den Bergen im Hintergrund.

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