Über die Grenze und durch den Araukarienwald

Für den heutigen Tag haben wir uns etwas weniger Programm vorgenommen und weniger neue Eindrücke erwartet, als die letzten beiden Wochen. Und zum ersten Mal ist unsere Planung auch aufgegangen. Und wir sind gar nicht traurig darüber!

Wir haben in unserer fantastischen Unterkunft in Villa Pehuenia noch ein letztes, ganz besonders leckeres und mit dem Blick auf den See stimmungsvolles Frühstück zu uns genommen und sind dann zur Grenze aufgebrochen. Dort haben wir dann auf beiden Seiten zusammengenommen über 1,5 Stunden, 6 Schalterbeamte(-innen) und zwei Autodurchsuchungen benötigt, um den Wechsel hinzubekommen. Verstörend, wie wichtig Stempel hierbei sind und wie groß Unterschriften auf Papieren sein können, um die Wichtigkeit der jeweiligen Stelle zu unterstreichen. (Ein schreckliche Vorstellung, dass es in Europa immer mehr Menschen gibt, die sich solches wieder herbeisehnen.)

Die Landschaft ist an den Westhängen der Anden zunehmend grüner und weniger von Trockenheit geprägt. Und anders als in Argentinien sind die Täler in Chile durchgehend besiedelt. Überall finden sich kleine Farmen und Dörfer und auch der Zustand der Häuser, Zäune, Autos, …. ist deutlich besser. Die Gegend hier wird auch die chilenische Schweiz genannt, was zumindest landschaftlich etwas zutrifft.

Was sich auf jeden Fall deutlich geändert hat: an den Straßenrändern beginnen hier die Lupinen zu blühen und das in sehr großen Mengen. Der Frühling ist in volle Gange.

Lupinen in vielen Farbschattierungen.

Schon am Nachmittag haben wir unserer Quartier bei Hans in der Andenrose bezogen. Wir sind nun in einem Ferienapartment untergebracht, dass so auch in Bayern im Alpenvorland stehen könnte und haben von unserem Gastgeber (er ist vor 23 nach Chile ausgewandert) viele Tipps für morgen erhalten.

Den Rest des Tages haben wir in Curacautín und im Apartment verbracht. Zum einen haben wir nun zum ersten Mal etwas Regenwetter (morgen soll es wieder aufklaren) und zum anderen brauchten wir etwas Ruhe.

Was noch zu berichten wäre: der Unterschied zwischen Argentinien und Chile fällt in dieser Region doch sehr deutlich auf. Chile ist viel europäischer und stärker entwickelt als Argentinien und in den Geschäften und Restaurants in Chile sind wir dem Standard viel näher, den wir aus Europa kennen. Außerdem ist diese Ecke Chiles doch deutlich von mitteleuropäischen Einwanderern geprägt: man isst nicht erst ab 22 Uhr in den Restaurants, es gibt einige deutsche Lebensmittel, die Beschilderung der Straßen ist nachvollziehbar und hilfreich, die Parks sind sehr gepflegt und noch viele Dinge mehr.

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