Auf Nebenstraßen durch den kleinen Süden

Für die Fahrt von Curacautín nach Pucón haben wir uns heute bewusst etwas Zeit gelassen und sind über Nebenstraßen und einen Großteil Schotterpisten gefahren. Wir wollten etwas mehr von der Landschaft mitbekommen.

Verblüffend häufig waren wir beide der Meinung, dass es doch sehr nach Deutschland im Frühsommer aussah. Und wären die Straßen nicht so häufig geschottert gewesen und die Dächer der Häuser nicht mit Blech gedeckt, man hätte nicht sagen können: Mitteldeutschland oder Chile.

Auch die Häuser auf den großen Grundstücken hatten sehr deutsche Elemente: ein wenig Gardine, Zimmerpflanzen in den Fenstern und vor den Häusern Blumen in Beeten oder Kübeln. Besonders häufig findet man hier Rosen, Hortensien und gut beschnittene Sträucher oder Hecken und ein oft gepflegter Rasen. Es gibt sogar Geschäfte, wo man hier Rollrasen kaufen kann und viele Grundstücke haben kleine Gewächshäuser.

Wie vorhergesagt, zog der Himmel dann leider langsam zu und bei unserer Ankunft in Pucón war weder der Vulkan der Gegend zu sehen, noch hatten wir einen Blick auf die schneebedeckten Berge.

Die Hauptstraßen sind so schön bepflanzt, wie wir es uns für viele Orte bei uns zu Hause wünschen würden. Dabei ist sämtliches Beikraut entfernt und es gibt so gut wie keinen Müll auf den Straßen. Lediglich der unvermeidliche Kabelsalat erinnert einen immer wieder daran: wir sind viele tausende Kilometer von zu Hause entfernt.

Nun sind wir in unserem Hotel Casa Establo mit Blick auf dem See eingezogen und erholen uns ein wenig, bevor es gleich wieder in den Ort geht, um hoffentlich gut zu essen.

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