Tatsächlich haben wir heute etwas gemacht, was wir sonst nicht machen: einen uns schon bekannten Ausflug ein zweites Mal durchgeführt. Aber der Reihe nach….
Zuerst sei noch das fantastische Steak im Santo Fuego erwähnt, dass wir gestern serviert bekommen haben und der wunderbare Abend mit Blick auf den Osorno.

Wir saßen gemeinsam mit einer weltreisenden, älteren Britin zusammen am Ufer und haben das Farbspiel bei einem Plausch über die Schönheit der möglichen Reiseziele erlebt.

Heute haben wir dann – genau wie vor 11 Jahren – unseren letzten Ausflug mit unserem Leihwagen für eine Umrundung des Lago Llanquihue genutzt. Leider war das Wetter nicht so sommerlich und strahlend wie damals – zumindest am Morgen. Dafür hatten wir dieses Mal mehr Zeit für neue Dinge jenseits der klassischen Touristik-Tipps.

Es ist schon sehr verwunderlich festzustellen, was es mit einem macht, wenn man ca. 13500 km von Berlin entfernt die eigene Landesfahne sieht, ganze Straßenzüge mit bekannten Namen zu finden sind und dort Geschäfte wie Tante Puppe, Oma Martha, Casa Aleman usw. heißen. Dieses Erlebnis hilft etwas zu verstehen, wie es Auswanderern in unserem Land geht, wenn sie solche Erfahrungen machen. Und keiner möge sagen, die Deutschen hätten sich hier angepasst und eingefügt – sie haben die Gegend sehr geprägt und nach dem Abbild ihrer Heimat gestaltet.

Insbesondere der sehr schöne Ort Frutillar ist in den letzten 10 Jahren noch ein wenig schöner und auch touristischer geworden. Wir haben im Café Lindemann einen sehr guten Kuchen gegessen und so gestärkt den Rest der Uferpromenade erkundet. Die Gärten und schönen Häuser sind uns dieses Mal noch mehr aufgefallen und wir haben zahllose Fotos gemacht.


Aber der Star der Umgebung ist und bleibt natürlich der Osorno. Und was ein Glück, im Laufe unseres Aufenthalts in Frutillar klarte der Himmel immer mehr auf und das unvergleichliche Panorama wurde wieder sichtbar.

Und auch hier ist die Deutsche Schule wieder sehr prägend für das „Stadtbild“: die Jugendlichen spielen in T-Shirts der Schuluniform mit schwarz-rot-gold am Strand und etwas weiter auf einem Fußballplatz ging es zu, als würde eine deutsche Nationalmannschaft trainieren.

Auf der anderen Seeseite haben wir dieses Mal die Chance genutzt, auf den Osorno zu fahren (zumindest bis zur Station des Sessellifts) und den Blick von oben auf die Anden, die anderen Vulkane und den riesigen See zu genießen.


Und wenn man schon ein solchen Blick vom Hotelgarten auf den See hat, dann kann man nach der Mietwagenabgabe auch dort noch einen Kaffee mit Panoramablick genießen mit Osorno und Calbuco.








