Mit dem Schiff über die Anden – Teil II

Heute haben wir den Tag sehr gemütlich angehen lassen. Wir hatten bei wunderbarem Wetter Zeit für zwei kleine Spaziergänge durch die Umgebung des Hotels und dabei die Gelegenheit die Natur, die Flora und die Unterschiede zwischen Mitteleuropa und Südamerika in Hinsicht auf Projektentwicklung zu „studieren“.

Das stille Tal mit seinem Urwald drumherum war so lange eine voller Genuss, bis der einzige Bagger in dieser so abgelegenen Gegend seine Arbeit aufnahm und Steine von A nach B transportierte. Dann war es mit der Ruhe im Tal dahin, aber der Rest war ja noch schön.

Auf dem Rundweg etwas den Hügel hinauf, konnten wir einem Bachlauf folgen und bis zu einem verwunschenen Wasserfall spazieren.

Soweit Natur und Flora, nun zu den Unterschieden bei der Projektumsetzung: Ich habe gestern schon lobend erwähnt, wie gut die Reise durch die Anden geplant ist. Nicht erwähnt habe ich, dass wir in einem schönen Hotel mit gutem Personal und fantastischem Blick untergekommen sind.

Aber dann kommt eben Südamerika durch: das Hotel ist der zweite Hotelbau hier und ein sehr gelungener Neubau. Der andere Hotelbau, die Version 1.0, steht gleich nebenan – 50 m entfernt:

Dies ist nur ein Beispiel von so vielen. Ein anderes Beispiel ebenfalls von heute:

Grundverschiedene Mentalitäten und Schwerpunktsetzungen führen hier zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Nach den Spaziergängen ging es dann mit drei Busfahrten und zwei Schiffspassagen nach Bariloche. Wir hatten immer sehr unterschiedliches Publikum um uns herum und haben uns mal mit den Menschen unterhalten können, mal eher zurückgehalten. Insgesamt war es aber eine echte Bereicherung unserer Reise und passte sehr gut zu der Reisegestaltung.

Dann ging es über die Grenze nach Argentinien, was ohne Auto und hier in der absoluten Einöde sehr einfach und ohne große Probleme ablief, aber trotzdem zeitaufwändig war.

Den Abschluss bildete die Schifffahrt über den Lago Nahuel Huapi, der zu großen Teilen im gleichnamigen Nationalpark liegt.

Wir haben den Tag sehr genossen und insbesondere das Panorama der schneebedeckten Andengipfel vor blauem Himmel, hat diesen Reisebaustein sehr besonders gemacht.

Nach so viel schönem hatten wir dann mit unserem Restaurant heute ziemlich Pech: da Bariloche von Italienern gegründet wurde, dachten wir, ein Besuch in einer hier typischen Trattoria Italiana wäre angesagt. Aber… naja, auch der zweite Versuch von Matthias hier Pizza zu essen, ist kläglich gescheitert. Morgen geht es wieder in ein Steakhaus.

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