Vom Beagle-Kanal in den Atlantik

In unserer ersten Nacht an Bord haben wir uns ein wenig mit dem Schiff vertraut machen können. Diese Stunden mit leichtem Schaukeln auf der Passage durch Feuerland hindurch waren sehr geeignet, noch ruhig einzuschlafen.

Wir hatten einen wunderbar dramatischen Abschied von Feuerland mit einem Sonnenuntergang ohne jede Farbe aber dafür mit zum Fotografieren tollen, kontrastreichen Wolken.

Da wir ein langsames, kleineres Schiff haben, wurden wir zwischendrin von der National Geographic Explorer überholt. Uns hat man an Bord die geringe Größe allerdings als einen großen Vorteil präsentiert:
1. Da wir ein sehr leises Boot haben, können wir uns bei Walsichtung besser annähern als große Schiffe.
2. Beim Anlanden sind wir schnell an Land und zurück und haben mehr Zeit als bei Schiffen mit mehreren Passagieren.

Kurz nach dem Dinner noch ein letzter Blick auf den langen Kanal mit den vielen Bergen und der untergehenden Sonne – hier ist es gerade kurz vor 22 Uhr gewesen und immer noch hell.

Die Farben sind fast verschwunden, alles wirkt so hart und rau.

Kurz vorm Schlafengehen, sind wir noch einmal an Deck und konnten beobachten, wie der Lotse von Bord ging. Das kleine Lotsenschiff musste ziemlich mit Wellen kämpfen – das Manöver wäre überhaupt nichts für mich gewesen.

Am nächsten Morgen sah die Welt ganz anders aus. Beim Frühstück waren von den 102 Passagieren viele nicht erschienen, statt dessen waren auf den Fluren großzügig Tüten verteilt. Die See wurde sehr unruhig und das Schiffe schaukelte heftig. Leider hat es auch Matthias erwischt, der bis kurz vor dem Mittag im Bett bleiben musste.

Mittlerweile ist Matthias wieder auf den Beinen, wenn auch noch nicht ganz fit. Andere sehen aufgrund des immer wieder aufkommenden Seegangs sehr derangiert aus – der Südatlantik ist doch ein anderes Revier als die uns bekannten Gewässer. Meine bisherigen Helgoland- und anderen Schiffserfahrungen sind doch nichts dagegen.

Und dann hieß es Wale voraus….

Heute – einem der 5 oder 6 Seetage – gibt es noch zwei weitere Vorträge und wir lassen uns immer mehr auf das Spektakel hier ein. Was den Blog betrifft, so haben wir hier bessere Internetverbindung über Satelliten als in Deutschland oder Südamerika an Land. Also ich werde unser Reisetagebuch weiter täglich füllen.

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