Goodbye South Georgia

Da heute der letzte Tag in Südgeorgien ist und noch zwei Ausflüge zu den Tieren geplant waren, ging es bereits um 5 Uhr aus dem Bett und um kurz vor 6 Uhr wasserdicht und mehrschichtig warm eingepackt ins Zodiac. Über Nacht hatte es so geschneit, dass am 2. Advent passend etwas Schnee an Deck lag.

Bei leichtem Schneefall konnten wir sehr langsam zwischen den Tieren umher schlendern. Aufgrund unseres sehr langsamen Tempos wurden wir wohl noch weniger beachtet als sonst und die gesamte Tierwelt der Bucht ging – uns mehr oder weniger ignorierend – den eigenen Weg,

Dieser Strand wird nur ganz selten angefahren, weil es nur einen kurzen Weg gibt, bis man an die Grenze der Pinguinkolonie stößt. Laut unserer Crew ist der Aufwand für einen so kurzen Ausflug anderen Expeditionsgruppen zu groß.

Durch den sich verstärkenden Schneefall wurde die Szenerie immer zauberhafter und man konnte die Spuren der vielen Tiere schön beobachten. Manche Tiere waren dabei gar nicht zu sehen und man wusste doch, da haben sie mal gelegen.

Besonders schön waren die vielen kurzen Erlebnisse mit den kurz vor der Mauser stehenden, halbstarken Jungpinguinen und deren Eltern.

Und nach der Nahrungsaufnahme scheinen die Gefühle mit den Jungtieren durchzugehen:

Dann ging es um 8 Uhr zum Frühstück wieder an Bord und mit dem Schiff zum letzten Ausflugspunkt. Leider musste die Crew dann in der Cooper Bay die Pläne anpassen. Dort sollten wir noch einmal in die Zodiacs steigen und entlang der Steilklippen verschiedene Tiere vom kleinen Schiff aus beobachten, aber der Seegang nahm stetig zu und machte den Einstieg in die Boote schließlich unmöglich.

Als Plan B fuhren wir dann mit der Plancius und den benachbarten 14 km langen Drygalski Fjord. Bei dem bedeckten Himmel hielt ich dies für einen nicht so spannenden Ausweichplan, wurde aber vom totalen Gegenteil überzeugt. Bilder dazu gibt es dann morgen am Seetag, denn heute sollen im Blog noch einmal die Tiere die Hauptrolle spielen.

Hier ein Bild des gesamten Eisbergs:

Auch im Fjord gab es noch Robben, See-Elefanten und Pinguine, aber wir waren dann doch mehr von der Landschaft Südgeorgiens beeindruckt und haben die Tiere etwas aus den Augen verloren.

Nun sind unsere Tage in dieser so besonderen Inselwelt vorbei und wir werden uns wohl immer an diese Reise durch die unglaubliche Tierwelt in dieser sagenhaften Landschaft erinnern.