Parque Nacional Tierra del Fuego

Bei schönem Wetter konnten wir nun, wie vor langer Zeit geplant, unsere Reise fortsetzen – die Überbrückungsphase auf der Plancius nach Fahrtenabruch und in Ushuaia hat doch etwas genervt. Aber nun haben wir wieder einen Mietwagen und sind unabhängig in unserer Tagesgestaltung. So wie wir es für unsere Reisen lieben.

Also ab in den südlichsten Nationalpark Argentiniens und auf zu kleinen Wanderungen zwischen den einzelnen Tälern. Endlich Tierra del Fuego etwas auf eigene Faust erkunden.

Anstatt mit dem Bus oder Auto hätten wir auch mit dem Tren del fin del mundo in den Park fahren können. Dieser wurde Anfang des 20. Jhds. genutzt, um knapp 40 Jahre lang Gefangene von Ushuaia – wo sie mit dem Schiff hingebracht wurden – in das entlegene Gefängnis zu bringen. Dort wurden sie dann mit Zwangsarbeit beschäftigt.

Wir haben aber nur einen Fotohalt eingelegt und sind gleich weiter zum Wanderweg in Richtung Cascada Rio Pipo. Der Tag mit Wärme und Sonnenschein hat die gesamte Landschaft in eine frühlingshafte Bergwelt verwandelt und wir haben diese Stimmung sehr genossen.

Der nächste Wanderweg hat uns dann an den Lago Roca, ein Tal weiter westlich gelegen, geführt. Hier wurde die Frühlingstimmung etwas von den starken Winden aus den umliegenden Bergen gestört. Aber dafür war die Aussicht über den sturmgepeitschten See wunderbar.

In den Scheinbuchenwäldern konnten wir überall den Frühling antreffen: Vogelgezwitscher, frisches Grün und kleine Blumen am Boden.

Und wieder ein Tal weiter bot sich dann ein Blick auf die schneebedeckten Berge im angrenzenden Chile.

Der Abzweig zur Laguna Negra führte uns dann in ein kleines Moor, dass typisch für diese Region ist und leider von einer unglaublichen Anzahl von Mücken heimgesucht wird.

Und natürlich gab es auch hier überall viele unbekannte Pflanzen und Blüten.

Hier ein Foto des sehr zart wirkenden Pazifischen-Windröschens – wir hatten wirklich große Freude am Entdecken unbekannter Pflanzen.

Der letzte Ausflug führte uns dann wieder einmal an eine Bucht des Beagle-Kanals. Die Bahia Lapataia liegt am Ende der Ruta 3, die damit wirklich an das Ende der Welt führt und in einer staubigen Sandpiste den letzten Punkt Argentiniens mit Buenos Aires verbindet.

Zum Abschluss des Tages haben wir uns dann noch einmal mit einigen Leuten von unserer Expeditionsfahrt getroffen und gemeinsam im Irisch Pub in Ushuaia ein paar Bier getrunken. Deshalb hat sich dieser Blogeintrag auch etwas in den Vormittag des nächsten Tages verschoben 😉

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