Wir sind seit gestern ziemlich in der Mitte von Feuerland am Lago Blanco gelandet. Hier können wir nun wirklich die Einsamkeit dieser Gegend nachfühlen. Unsere Hosteria Las Lengas liegt jenseits aller Dörfer oder gar Städte am windigen See. Es gibt nur zu bestimmten Zeiten Strom mit dem Generator und Satelliten-Internet nur an einigen Stellen. Warm Wasser wird vorher angemeldet und dann der Wasserboiler vorgeheizt. Der nächste Laden ist sicher über 100 km entfernt, vielleicht sogar noch weiter. Das finden wir morgen auf der Weiterfahrt heraus.

Wir haben dafür gestern einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem See erlebt und die Gastfreundschaft der „Herbergsmutter“ Llolanda genossen.

Heute haben wir den Wanderweg durch den angrenzenden Wald zu einem Biberbau erkundet, mussten uns aber aufgrund des Windes, der Kälte und der fehlenden Sonne im extremen Vielschichtverfahren kleiden.

Die ganze Zeit haben uns zwei der drei Hunde der kleinen Ranch begleitet. Es war ganz niedlich, aber sie haben alle Tiere am Wegesrand aufgeschreckt und sogar ein großes Guanako verjagt – wir hätten es doch so gerne fotografiert.


In der Nähe des Biberbaus mussten wir über manchen gefällten Baum steigen und oft konnte man noch sehr genau die Nagerspuren an den Stämmen erkennen. Die Biber selber haben sich aufgrund der Hunde und evtl. auch wegen uns lieber versteckt gehalten.

Unsere erste Wanderung haben wir dann an dem langen aber maroden Steg im See fortgesetzt.

Am Nachmittag sind wir dann weg vom See und der Hosteria ca. 4 km entlang der sehr holprigen Zufahrtstraße gefahren, um ohne Hunde noch ein wenig Guanakos zu beobachten.


Um noch ein wenig die Stille und Besonderheit dieser Region zu genießen, sind wir dann in einen weiteren, lichten Waldabschnitt eingebogen und haben dort die absolute Naturruhe erleben können – keinerlei menschliche Geräusche, nur Vogelgezwitscher und viel Wind.

Wir habe von Leuten unserer Schiffsreise gehört, dass sie z.B. 4 Tage vor der Abfahrt immer in die Wälder gegangen sind und nach geeigneten Bäumen gesucht haben, um dort stundenlang auf einen dieser Vögel zu warten. Oder von den südafrikanischen Bekannten hatten wir erfahren, dass sie die beiden zusätzlichen Tage wegen des Reiseabbruchs weit mehr als 100 km an geeignete Stellen gefahren sind und nie diesen Specht gesehen haben.

Wir haben einige gute Fotos aufnehmen können und Matthias sogar ein kurzes Video.

Eine Anmerkung noch in eigener Sache: wir haben nun Bergfest gehabt, die Anzahl der noch zu erwartenden Blogeinträge ist also endlich












Ihr Lieben,
hier haben die Weihnachtsferien begonnen. Und da auch ich beim Friseur war, hätte mich ein Vergleichsfoto nach euren Schilderungen natürlich schon sehr interessiert 😉 Aber das zeigt ihr bestimmt, wenn wir uns im Februar zu einem Pisco oder so wiedersehen *freu*. Aber bis dahin ist ja noch ein Weilchen. Euch weiterhin eine schicke Reise! Adventliche Grüße 🙂
Thorsten
Liebes Vorderhaus,
wir wünschen euch eine schöne Weihnachtszeit und etwas Ruhe zum Entspannen.
Wir sind hier mitten im Abenteuerland bzw. verlassen dies gleich per Fähre. Bisher ist alles (bis auf der Antarktisbesuch) sehr gut gelaufen. Nur Weihnachtsgeschenke kann man in Tierra del Fuego wirklich nicht kaufen 😉
Dafür kommen wir in 3 Tagen ins PiscoSourLand und können jeden Abend damit genießen.
Saludos cordiales y feliz navidad