Quer durch Feuerland

Nach einem Tag der absoluten Ruhe und Abgeschiedenheit ging es heute weiter Richtung Norden, um morgen dann mit der Fähre auf das Festland zu wechseln. So haben wir die Fahrt durch den chilenischen Teil der Insel absolviert und dabei noch einmal die Besonderheiten dieser südlichen Region erleben können: Wind, sehr viel Wind, Guanakos, Schafe, Einsamkeit!

Nach dem Frühstück und einer herzlichen Verabschiedung von unseren Gastgebern ging es auf die Schotterpiste.

Wir mussten dieses Mal nicht wegen der schlechten Straße langsam fahren (diese war hier in überraschend perfektem Zustand) sondern wegen der unzähligen Guanakos und manch außerhalb der Zäune rumirrenden Schafes.

Die Guanakos können als einzige Tiere immer locker über die Zäune der Estancias springen und sind somit wirklich überall zu finden.

Nach knapp zwei Stunden haben wir dann die Gemeinde Timaukel, zu der Las Lengas gehört, verlassen und zu unserer Überraschung dort den typischen Schriftzug entdeckt. Um die Dimensionen dieser Gemeinde zu verdeutlichen: Sie umfasst eine Fläche von 12.850 km² mit 423 Einwohnern, zum Vergleich Berlin mit 891 km² und 3.685.265 Einwohnern (jeweils Wikipedia).

Nach einer weiteren Stunde Fahrt sind wir dann an der Küste zur Magellanstraße angekommen. Das flache Land bot hier zumindest an einigen Stellen etwas Ablenkung, da man immer wieder etwas Küstenlinie beobachten konnte.

Auf dem weiteren Weg erreichten wir dann die Reserva Natural Pingüino Rey. Dies ist ein kleines Schutzgebiet für die einzige Königspinguinkolonie, die es auf dem Festland gibt.

Mit ihren ca. 120 Tieren ist es die kleinste Kolonie dieser Pinguinart der Welt, die hier von einigen Tieren der Falklandinseln 2010 gegründet wurde.

Wir haben im Rahmen einer kleinen Führung auf abgesperrten Wegen eine Stunde lang mit großer Freude die Pinguine beobachtet. Natürlich war dies nicht annähernd mit Südgeorgien zu vergleichen, aber es hat uns sehr gefallen.

Da die klimatischen Bedingungen und das Nahrungsangebot für die Tiere einfacher als auf den Falklandinseln sind, werden die Jungtiere hier schneller erwachsen und können schon 2 bis 4 Monate eher ihr braunes Jugendgefieder ablegen und selber für Nahrung sorgen, Deshalb war in der Kolonie nur noch ein einziges Jungtier anzutreffen.

Mittlerweile sind wir in Cerro Sombrero angekommen und haben in „unserem Truckerhotel“ durchgehend Strom und gutes Internet, so dass wir alle Akkus aufladen können und unsere Nachrichten checken können.

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