Parque Nacional Torres del Paine

Der Weihnachtsmorgen begann für uns schon ziemlich früh und mit dem vielleicht schönsten Weihnachtsgeschenk überhaupt:

Nachdem uns in den letzten Wochen so viele andere Reisende erzählt haben, dass das Wetter hier nur schlecht war und die Wettervorhersagen wirklich deprimierend waren, haben wir möglichst schnell gefrühstückt, um noch vor 8 Uhr zu unserer Tour durch den Nationalpark aufzubrechen. Die Löcher in der Wolkendecke sollten genutzt werden.

Wir waren noch ganz alleine auf der Straße unterwegs und haben die Fotohalte bei starkem Sturm sehr genossen.

Unsere Wanderung zum großen Wasserfall konnten wir leider nicht antreten, da dieser Weg wegen zu heftigen Sturms schon seit Tagen gesperrt ist.

Während wir bei strahlendem Sonnenschein unser Glück kaum fassen konnten und die Kameras an jeder Ecke neue Bilder aufgenommen haben, haben wir den Entschluss gefasst, eine (für uns) etwas steilere Wanderung zum Mirador del Condor in Angriff zu nehmen.

Bis zum Aussichtspunkt fehlten noch knapp 20 Höhenmeter, aber der Wind wurde so stark, dass wir uns teilweise hinter Felsen gekauert haben und schließlich entscheiden mussten, dass es zu gefährlich wäre, auf das kleine Bergplateau zu steigen.

Der Abstieg war dann teilweise noch schlimmer, weil der Wind zu Beginn vom Berg weg gedrückt hat. Wir hatten nicht nur Angst um Brillen, Rucksack und Mützen… Und als Sahnehäubchen auf diesen schönen Vormittag stieg auf einmal vor uns ein Kondor in den Himmel auf – bei dem Sturm war er aber schon zu weit weg, als ich mein Teleobjektiv endlich auf der Kamera hatte.

Überglücklich ging es dann zum Ausruhen ins Hotel, weil wir am Nachmittag noch eine Schiffstour über den Lago Grey zum Gletscher gebucht hatten. Diese Tour hatten wir ebenfalls vor 12 Jahren gemacht, bei Sturm, Kälte und Regenwetter.

Auch wenn der Himmel hinter dem Bergmassiv nicht blau war, so hatten wir dieses Mal Sonnenschein und wurden von der eisigen Kälte verschont.

Auch wenn wir hier nicht den direkten Vergleich zum letzten Besuch durchführen können, würden wir behaupten, dass der Gletscher einiges an Länge verloren hat.

Der Katamaran fuhr uns an allen drei Abschnitten des Gletschers vorbei, der eine Höhe von 30 bis 40 Meter über dem Wasserspiegel hat.

Auf dem Rückweg haben wir dann sogar die schneebepuderten Spitzen des Paine Grande vor blauem Himmel gesehen.

Der Parque Nacional Torres del Paine hat uns heute gemeinsam mit dem unglaublichen Wetter einen perfekten Weihnachtstag geschenkt, den wir uns bei der Planung für diese Reise nicht schöner hätten wünschen können – Feliz Navidad y muchas gracias!

Ein Gedanke zu „Parque Nacional Torres del Paine

  1. Frohe Weihnachten ihr beiden, und, an der Stelle endlich mal vielen Dank für die eindrucksvollen Reiseberichte und die wunderschönen Fotos.! Ist wie ein Bildband, der immer dicker wird und in keiner Buchhandlung zu erhalten ist. Wir folgen euch weiter staunend und freuen uns auf alles, was noch kommt. Lasst es euch weiter gut gehen und seid auf‘s Herzlichste gegrüßt von Los Renzos

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert