In den Nordosten des Nationalparks

Aufgrund unserer Ideen zur Wetterentwicklung (die juckende Kniescheibe und die schimmernde Kristallkugel waren hilfreicher als die Wetter-Apps, die hier kläglich versagen) haben wir heute den Nordosten mit den namensgebenden Felsformationen angesteuert.

Die knapp 80 km lange Fahrt durch den Park begann allerdings etwas zu nerven, da die Straßen hier in einem wirklich katastrophalen Schotterzustand sind und der Verkehr heute deutlich zugenommen hatte. Das bedeutete natürlich keinen Stau oder so, aber wir waren nicht mehr so alleine unterwegs, wie all die Tage vorher.

Bei bestem Sonnenschein hatten wir die Hoffnung in dem Ostteil auf Guanakos zu treffen, die wir – wie vor 12 Jahren – ein wenig beobachten könnten. Dies hat sich leider nicht erfüllt. Dafür stiegen auf einmal neben der Route fünf Andenkondore gleichzeitig auf. Bis zum Anhalten, Objektivwechsel und Aussteigen dauerte es zwar etwas, aber die Kondore ließen sich etwas Zeit beim Aufstieg.

Welchem Umstand wir diese besondere Beobachtungssituation zu verdanken hatten, konnten wir nicht feststellen. Aber ich war für die fehlenden Guanakos mehr als entschädigt. Nur Matthias ist ja nicht so der Vogel-Fan (Pinguine mal ausgenommen) und hoffte immer noch auf die Andenkamele.

Weiter in Richtung Norden kamen wir dann zur Cascada Rio Paine, die mit dem Wasser der letzten Wochen gefüllt einen beeindruckenderen Eindruck hinterließ, als bei unserem ersten Besuch 2014.

Um zu unserem weitest entlegenen Ziel zu kommen, mussten wir den Nationalpark verlassen und außerhalb der Grenzen zur Laguna Azul fahren.

Nach drei Stunden Fahrt kamen wir dann am nordöstlichsten Punkt des Nationalparks an, der Laguna Azul. Allerdings war die Zufahrtstraße so schlecht, dass wir trotz Allradantrieb und höherem Unterboden größere Probleme bekamen. Ein plötzliches Schleifen und Klappern stellte sich Gott sei Dank als festhängender Zaunpfeiler!!! heraus und nicht als abgefallener Auspufftopf.

Auf der Rückfahrt hatten wir dann meist den Blick auf die Torres del Paine, so dass wir die perfekte Position für ein Foto abpassen konnten.

Zum Abschluss des Tagesprogramms wollten wir dann auf dem wieder geöffneten Wanderweg zum Mirador de los Cuernos „spazieren gehen“. Außerdem wollten wir den dort befindlichen Wasserfall anschauen, aber der Wind war noch immer sehr, sehr heftig und es setzte im mittleren Teil des Parkes etwas Regen ein.

Wir haben das Vorhaben „Wanderung“ dann lieber abgeblasen, es hätte keine Freude bereitet. Auch weil der Weg tatsächlich voller Menschen war – wir lieben aber doch die ruhigen Erlebnisse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert