Wind, Wind, Wind

Einige können mit Wind hier gut umgehen, z.B. die Andenkondore, andere haben eher Probleme damit, z.B. motorisierte Menschen. Und so hatten wir heute einen besonderen Windreisetag.

Alles fing doch eigentlich gut an.

Allerdings schon auf dem Weg vom Hotel in Richtung Parkausgang lag ein Wohnmobil umgeweht auf der Straße. Auf unserer Rückfahrt gestern hatten wir an dieser Stelle das ungute Gefühl, es ist super windig. Dieses Wohnmobil, aus Frankreich extra nach Südamerika überführt, hat es dann wohl erwischt.

Für uns ging es dann zum Tanken. Dafür mussten wir einen 70 km langen Umweg fahren  und danach Richtung Grenze Chile/Argentinien entlang der Ruta 9 nach Norden.

Wir erinnerten uns noch an eine Lupinenwiese entlang dieser Straßen und waren total erfreut, plötzlich noch mehr Lupinen auf der großen, großen Wiese zu entdecken.

Auf dem weiteren Weg sahen wir an einem kleinen Gebirgsvorsprung drei Kondore segeln. Natürlich haben wir angehalten, um zuzusehen und ein paar Aufnahmen zu machen.

Die ganze Strecke über waren am Straßenrand, wie in einer Modelleisenbahnanlage, Mengen an kleineren und größeren Blumen und natürlich viele Lupinen. Eine Blütenfest des Frühlings.

Kurz danach wurde es dann allerdings farbloser, weil wir in Richtung der argentinischen Pampa merklich in die trockenen Regionen Patagoniens vorstießen. Und nach insgesamt zwei Stunden waren wir dann an der Grenze. Die Ausreise aus Chile gelang auch noch reibungslos. Aber dann wurde es leider etwas ätzend.

Vor der argentinischen Grenzstation war schon eine ungewöhnliche Autoschlange von sechs Fahrzeugen – für einen kleinen Grenzübergang im Nichts schon eine Menge. Und nach einiger Wartezeit, weil die Fahrgäste eines Reisebuses vor uns an der Migration anstanden, wurden wir informiert: Hier geht die Fahrt erst einmal nicht weiter!

Wir könnten noch umdrehen und die Ausreise rückgängig machen oder aber auf die Öffnung der Grenze bis 18 Uhr warten.

Auf argentinischer Seite waren die wichtigsten Fernstraßen im Süden Patagoniens, die Ruta 3 und Ruta 40 wegen des Sturmes bis zum Abend gesperrt. Alle Grenzübergänge im Süden blieben geschlossen.

Mittlerweile sind wir aber in El Calafate angekommen und hoffen, dass uns der Wind die nächsten Tage nicht mehr solche Probleme bereiten wird. Und wir hoffen, den miesen Schotterstraßen für ein paar Tage zu entkommen.

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