Feliz año nuevo desde Santa Cruz de la Sierra

Dieser Jahreswechsel war wahrlich so besonders, an diesen werden wir uns noch sehr lange erinnern. Durch die Flugverschiebung und die Möglichkeiten des „Touristentransports“ an Silvester wurden wir am 31.12. um 20 Uhr am Hotel abgeholt und zum Internationalen Flughafen von Buenos Aires gebracht. Um den weiteren Verlauf des Neujahrstages zu verstehen, muss ich leider zumindest eine Aufzählung der Geschehnisse liefern:

ohne Essen und Trinken zum Flughafen; nur ein etwas abgewrackter Sandwich-Foodstore geöffnet; Stromausfall mit teilweise totaler Dunkelheit; wieder Elektrizität aber ohne Klimatisierung bei 38 °C; eine völlig überforderte Bar ohne realistische Bestellmöglichkeiten; verspätete, chaotische Kofferabgabe; 24 Uhr direkt bei der Zuordnung der Gepäckstücke und Boardkartenkontrolle mit Happy New Year; problematische Ausreisekontrolle; Verspätung des Fluges; um 3 Uhr endlich in den Flieger; Chaos bei der Einreise nach Bolivien; Ankunft um 6 Uhr im Hotel ohne Zimmerzugang;… ok es war Einiges nicht gut gelaufen und wir haben nicht geschlafen, waren mehr als 4 mal total durchgeschwitzt, hungrig, durstig und ABSOLUT FERTIG!

Wir sind dann bei leicht tropischen Temperaturen am Neujahrsmorgen zusammen mit den letzten Partyüberlebenden durch die Straßen der größten Stadt in Bolivien geschlendert. Unsere Stimmung passte irgendwie zu den total leeren Straßen mit den wenigen übernächtigten Menschen.

Wir wollten eigentlich nur schlafen, aber durch die Planänderungen der letzten Tage hat es sich ergeben, dass wir bis zum offiziellen Check-in auf ein Bett iwarten mussten. Also haben wir uns 7 Stunden versucht, irgendwie im Cosmopolitano Boutique Hotel und in der Stadt auf den Beinen zu halten.

Bolivien funktioniert einfach ganz anders und ich fragte mich beim Gang durch diese andere Welt, ob wir uns nicht doch zu viel zugetraut haben. Aber dann ging es endlich aufs Zimmer, unter die Dusche und für 5 Stunden ins Bett.

Und am Abend wurden wir gleich wieder total überrascht. Wo heute morgen noch Müdigkeit und Ruhe mit wenigen anderen „Sonntagsfamilienbummlern“ anzutreffen war, dort war nun Feier, Freude und pulsierendes Leben.

Eine so lebendige und glückliche Stimmung nur 12 Stunden später hätten wir nie erwartet. Bolivien überrascht uns immer wieder und wir sind uns nun wieder sicher: natürlich haben wir uns das richtig überlegt!

Nach einem sehr guten Essen in tollem Ambiente in einem schönen Innenhof sind wir dann noch etwas durch die Straßen gebummelt und haben das entspannte und quirlige Treiben beobachtet. Wir sind wieder von Bolivien und seinen Menschen in den Bann gezogen – und das nach so einem schweren Start in diesen Tag.

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