Parque Nacional Torotoro

Mit einigen Zweifeln sind wir heute in den Torotoro Nationalpark aufgebrochen. Als wir diesen dreitägigen Ausflug gebucht haben, dachten wir, es wäre eine Tour mit viel Landschaft und Ausblicken. Nachdem wir uns nun besser informiert haben, wissen wir, es ist ein Ausflug mit viel Wanderung, Klettern und Dinosauriern.

Wie immer begann alles reibungslos und wir wurden am Hotel pünktlich abholt, um das erste Ziel anzusteuern, die kleine Stadt Tarata.

Unser Guide Alejandro hat uns durch die Stadt und Stadtgeschichte geführt und viele interessante Geschichten berichtet.

Aber natürlich sollte es auch darum gehen, etwas vom Leben der Einwohner dieser Region zu erfahren und so ging es in ein großes Straßenrestaurant, wo ortstypische Speisen angeboten wurden.

Wir konnten sehr leckere, frittierte Würste (Chorizos) probieren, die ein wenig an das spanische Vorbild erinnerten, aber anders zubereitet waren. Und wir waren glücklich, dass uns nicht das hier zubereitete Chicharrón angeboten wurde.

In der kleinen Kirche gab es dank der Erklärungen vom Guide einige spannende Dinge aus der Kolonialzeit zu beobachten.

Dann ging es mit dem Auto zwei Stunden weiter zu unserem Hotel Umajalanta Lodge, dass von Indigenen der umliegenden Comunidades geführt wird. Es handelt sich dabei um ein Projekt, dass von der Schweiz finanziert wurde, um im Nationalpark Beschäftigung für die hier lebenden Familien zu schaffen.

Aber da ich wusste, dass es einen Zeitplan gab, habe ich nicht auf andauernde Fotohalte gedrängt.

An der Lodge angekommen, haben wir uns auf einen Ausflug in die nahegelegene Caverna de Umajalanta vorbereitet. Wir hatten schon gelesen, dass dieser Ausflug schwierig werden könnte. Schon der Weg zur Höhle bdeutete einen Aufstieg von vielen Metern auf einer Strecke von ca. einem Kilometer zu Fuß.

Wir mussten dann aber schnell unsere Pläne ändern. Der Abstieg war an keiner Stelle durch Begradigungen oder Geländer vereinfacht worden, sondern es hieß von Beginn an über glitschige Felsen, durch einen kleinen Flusslauf und durch schmale Spalten zu klettern. Dies war so gar nicht Matthias Sache und so beschlossen wir eine Planänderung:

Matthias blieb in der Nähe des Höhleneingangs und beobachtete z.B. Kolibris. Ich kletterte mit den beiden Guides einen kleinen Teil des Weges hinab in die Höhle. Das hätte ich mir lieber sparen sollen. Es ging durch 50 cm hohe Spalten mit Sand und Wasser und meterhohe, steile Abstiege mit Seil und viel Matsch in zwei große Kavernen mit Stalagmiten und – titen. Dort angekommen sah ich aber nur abgebrochene Stummel und ruinierte Reste der Tropfsteinhöhle im dunklen Licht unserer Stirnlampen. Die beiden Guides erklärten mir, dass die bolivianischen Touristen in den letzten Jahren immer wieder Dinge aus der Höhle mit herausgenommen haben (und dafür Plastikmüll zurückgelassen haben). Der Rückweg war dann noch einmal sehr beschwerlich.

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