Nach einer Nacht in der Abgeschiedenheit des Nationalparks ohne Heizung in der Höhe, konnten wir mit einem wunderbaren Blick auf der Terrasse des Hotels frühstücken.

Ausgeschlafen und gestärkt wurden wir vom indigenen Tourguide Albi und der Fahrerin Martha abgeholt und machten uns in Begleitung unseres gebuchten Tourguides Alejandro auf den Weg zu den Fußspuren der Dinosaurier. Eine für uns merkwürdige Situation, dass wir gleich 3 Personen den Tag über beschäftigten.
Im Carreras Pampa angekommen ließen wir Martha im Auto zurück und stapften durch etwas Matsch und über einige Steine und Felsen zu den Fußspuren der Dinosaurier. Auf einem riesigen Feld fanden wir überall die verschiedensten Fußabdrücke aus der Kreidezeit.

Die beiden Guides konnten uns auf Spanisch und Englisch erklären, wie man von den Fußabdrücken auf Gangart, Geschwindigkeit, Größe und natürlich Saurierart rückschließen kann.

In Parque Nacional Torotoro findet man die meisten Dinosaurier-Fußspuren der Welt. Man kann sogar teilweise Abdrücke vom hinterher geschleiften Schwanz oder von schwimmenden Sauriern erkennen, die mit ihren Klauen Striche im Sand hinterlassen haben.
Hier noch ein Link zu einem Artikel der Zeit vom Dezember 25.
Dann zurück zur Lodge, etwas frisch machen und wieder los zu einer Wanderung.

Die Wanderung startete nach einer Stunde Fahrt über gruselige Wege mit steilen Abhängen zur Stadt der Steine (Ciudad de Itas) auf einer Höhe von 3.800 m.

Es ging dann noch ein wenig hinauf, so dass wir auf ca. 4000 m Höhe schließlich einen wunderschönen Blick über die Berge der Umgebung hatten, aber auch ziemliche Atemnot.


Dann kamen wir auf einem Plateau an, auf dem wir einen Blick über die Steinstadt hatten.


Als Albi uns mitteilte, dass wir nun entlang der Steilwand hinabsteigen müssten, hielten wir dies erst für ein Missverständins oder einen Scherz. Aber es war ernst und die einzige Möglichkeit von dort in die Stadt zu gelangen. Ich habe mich kaum an den Abhang getraut, um hinunterzugucken.

Über viele Felsen ging es immer weiter herunter, bis wir in eine magische Höhle aus Stein gelangten.



Es ging immer weiter hinunter und wir waren mittlerweile etwas besorgt, ob wir in dieser Höhe bei der schlechten Sauerstoffversorgung, den Aufstieg über so steile Hänge wieder schaffen würden. Aber es war der einzige Weg zum Höhepunkt des Tages.

Dann erreichten wir die Kathedrale dieser Steinstadt. Da wir sehr viel Glück hatten und schon die ganze Zeit die einzigen Besucher hier waren, konnten wir den Besuch in dieser großen Höhle sehr genießen.


Über den Aufstieg schreibe ich lieber nicht mehr viel. Wir haben diese Herausforderung gemeistert und morgen ist die Strapaze hoffentlich verdrängt – wandern auf 4.000 m ist schon schwer, aber bergaufsteigen am zweiten Tag in größeren Höhen doch echt schon schmerzhaft.











