Eje cafetero – das Kaffeedreieck Kolumbiens

Heute haben wir uns mit KI einen Tagesausflug zu den Wachspalmen in das Valle de Cocora und einen Besuch in dem nahegelegenen Ort Salento zusammenstellen lassen. Leider waren wir dadurch nicht gut auf das vorbereitet, was uns schließlich erwartete.

Die Palmen finden sich nur in ausgewählten Regionen in Höhenlangen von 2000 bis 3000 Metern und sehr besonderen klimatischen Bedingung mit viel Regen und Nebel. Aus diesem Grund gibt es nur wenige Stellen, wo man diese mittlerweile stark gefährdete Palmenart finden kann.

Wir sind deshalb in das Valle de Cocora gefahren, um uns die besondere Landschaft mit diesen Riesenpalmen anzusehen. Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass wir in einen touristischen Massenauflauf geraten würden. Da in den Anden viele Täler nur eine Straßenzufahrt haben, gerieten wir schon am Anfang des Tales in eine große Schlange von Autos, die sich das Tal nach oben bewegten.

Am Talende angekommen, wurde die Karawane aus Fahrzeugen ziemlich wild und doch gekonnt auf Parkplätze verteilt und wir landeten in einer Tourismusmenge, wie wir sie auf der gesamten Reise noch nicht erlebt haben.

Nicht nur die Palmen waren wie verzaubert, auch die Hügel des Tales mit dem sonnigen Himmel verbreiteten eine ganz besondere Stimmung, die in Fotos leider nicht eingefangen werden kann.

Die Menge an Besuchern war sich auch darauf zurückzuführen, dass es Samstag war und zudem perfektes Wetter mit Sonnenschein und nur leichter Bewölkung. In der Regel ist das Tal neblig und es regnet sehr oft. Wir konnten dies leicht nachvollziehen, weil die Bäume und auch die Palmen von Flechten, Farnen und Bromelien überwachsen sind.

Eigentlich wollten wir nach den Palmen einen schönen Ort am Eingang des Tales besuchen, aber da wir durch den Menschenandrang doch einige Zeit verloren hatten, fiel dieser Besuch für heute aus und es ging gleich zum zweiten Tageshöhepunkt, dem Besuch einer Kaffeefarm.

Wie so oft ist auf dieser Reise aber auch der Weg das Ziel. So haben wir auf den holprigen, serpentinenförmigen Wegen zur Kaffeefarm wieder einmal schöne Dinge beobachten können. Hier z.B. ein Motorrad als Milchkannenexpress.
Und für uns immer besonders schön: die Ausblicke in und auf die tropischen Täler mit Kaffeepflanzen, Bananenstauden und großen Bäumen.

Auf der Finca el Ocaso hatten wir eine Tour gebucht, die unser Verständnis von Kaffee nachhaltig verändern sollte. Unsere „Ausbilderin“ Dani führte uns drei Stunden lang in die Welt des Kaffees ein und wir haben diese Tour absolut genossen.

Wir durften nicht nur selber ein paar Kirschen ernten, sondern lernten auch ausführlich, wie aus den Früchten gute (aber auch schlechte) Kaffeebohnen werden, wie man sie unterscheiden kann und wie die Aromen entstehen und von uns wahrgenommen werden. UND NATÜRLICH wie man sehr guten Kaffee zubereitet.

Da wir außerhalb der Erntezeiten in Kolumbien sind, waren an den Sträuchern fast nur grüne Früchte zu sehen. Aber aus diesen Kaffeekirschen werden gute Arabicabohnen.

Die Tour und die Wissensvermittlung in der kleinen Gruppe waren weitere Highlights dieser Reise!

Der Abend in unserer Hotelanlage wurde dann auch noch einmal besonders schön. Wir verbrachten diesen Abend gemeinsam mit zwei britischen Freundinnen, mit denen wir vorher hier ein paar Mal kurzen Kontakt hatten. Der Austausch mit Anne und Sue war wunderbar und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja einmal wieder – Adressen haben wir jedenfalls ausgetauscht.

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