Unseren ersten vollständigen Tag in Medellín wollten wir ruhig angehen lassen, da wir für morgen mit einer gebuchten Stadtrundfahrt und Graffiti-Tour das volle Programm vor uns haben. Deshalb haben wir am Morgen einen Ausflug in den Jardín Botánico Medellín unternommen.
Während der langen Taxifahrt an die andere Seite der Stadt konnten wir schon feststellen, dass große Teile der Stadt einem botanischen Garten ähneln: überall tropische Bäume und Palmen und üppigstes Grün. Um noch mehr Farben zu erleben, sind wir in das Schmetterlingshaus gegangen, in dem 8 typische Schmetterlingsarten dieser Region betrachtet werden konnten.




In der Anlage gab es viele schöne und beeindruckende Pflanzen, Blumen und Blüten zu bestaunen,

Aber am meisten hat uns eine Zufallsbegegnung in der Anlage begeistert. Durch lautes Krächzen wurden wir auf zwei Papageien aufmerksam, von denen wir vermuteten, dass sie im Park in einem Gehege sitzen würden. Aber plötzlich flatterten von der Parknachbarschaft in einen Baum direkt vor uns zwei große und bunte Aras, die sich dort anscheinend ein paar Früchte sicherten.

Wir haben wie beiden Vögel eine ganze Weile bei ihrem Spiel in den Baumkronen beobachtet. Es sind schon wirklich soziale Vögel, so wie die beiden miteinander umgegangen sind. Und so etwas scheint auch in Medellín nicht alltäglich zu beobachten zu sein, denn viele andere Besucher gesellten sich zu uns und beobachteten die schönen, bunten Vögel.
Zur Mittagszeit sind wir dann weiter zum Museo der Arte Moderno Medellín gefahren, in der Hoffnung ein paar spannende Kunstwerke geboten zu bekommen. Und obwohl Medellín zu den innovativsten und modernsten Städten gehört und der Museumsbau modern und spannend ist, blieb die Kunst eher hinter unseren Erwartungen zurück.



Deshalb beschlossen wir, in eine für die Stadt typischen Shopping-Malls weiterzufahren. Dieser Besuch hat uns dann tatsächlich etwas verstört. Nach Monaten ohne jeglichen Bezug zu unseren europäischen Einkaufsmöglichkeiten fanden wir uns plötzlich in der größten je von uns besuchten Einkaufsmall wieder. Auf 5 Etagen in unzähligen Gängen und Gebäudeteilen gab es alles, was wir bei uns auch einkaufen können. Und oben drauf waren noch große Teile der Mall mit der Weihnachtsdeko geschmückt – unfassbar nach all den bisherigen Erfahrungen.

Um uns noch ein wenig mehr zu verwirren, sind wir am Abend zum Essen im Ausgehviertel von El Poblado gelandet. Das mutet etwas wie ein exklusiver Ballermann ohne Strand an und wir hatten das Gefühl, mitten in der Amüsiermeile Südamerikas gelandet zu sein. Morgen hoffen wir, mehr über Medellín zu erfahren und zu verstehen, wieso diese Stadt so ganz anders ist, als alles was wir mit Südamerika bisher verbunden haben.











