Vuelo cancelado – 24 h más en Nuquí

Mal wieder ein Tag nicht wie jeder andere, aber alles der Reihenfolge nach.

Gestern haben wir noch einen schönen Abend in La Kuka verbracht und ganz entspannt den Sonnenuntergang genossen.

Heute Morgen haben wir uns dann aber doch etwas auf trockene Kleidung und Essen ohne frischen Fisch gefreut und sind mit einem weinenden aber auch einem lachenden Auge per Boot Richtung Nuquí aufgebrochen.

Dieses tropische Pflanzenparadies, das wir jedes Mal auf dem Weg zum Strand durchquert haben, werden wir auf jeden Fall vermissen.

Dann mit dem Boot ab nach Nuquí, 100 Meter zum Flugplatz, Koffer abgeben, WhatsApp checken und denken… ach nein, bitte nicht. Dort hatte uns Valeria von Neptuno (der kolumbianischen Reiseagentur) geschrieben, dass der Flug zwei Stunden Verspätung habe.

Also hieß es warten – aber in einem klimatisierten Raum. Infos und alles was von man von Flughäfen so kennt, gibt es hier aber nicht.

Um kurz vor zwölf – der Flug wäre regulär schon unterwegs gewesen – gab es dann die Nachricht per Zuruf: el vuelo desde Nuquí a Medellín esta cancelado – Flug gestrichen. Mit viel Chaos aber gutem Willen der Mitarbeiter/-innen hier, erfuhren wir, dass wir morgen wohl einen Flug bekommen könnten.

Wir sind nun in einem zwei Sterne Hotel in Nuquí untergebracht, dass aber sauber ist und die Zimmer haben einen Ventilator und Fenster. Wir schlafen allerdings auf abgedeckten Plastikmatratzen und Kissen, was sicher nicht sehr atmungsaktiv sein wird, aber zumindest ist es hygienisch in Anbetracht der hohen Luftfeuchtigkeit hier.

Wir machen nun das Beste aus der Situation und haben einige Fruchtsäfte getrunken und außerdem schon einfach aber anständig Essen können.

Das Leben geht hier sehr langsam und gemächlich voran und wir haben uns dem gleich perfekt angepasst. In Adiletten/Birkenstocks durch die `Gegend schlurfend haben wir versucht, nicht zu stark zu schwitzen. Es trocknet leider nichts ab, was einmal nass geworden ist.

In den letzten Stunden haben mit einigen Menschen hier Kontakt gehabt und wirklich alle sind sehr nett und hilfsbereit, so dass wir auch diese Stunden als Bereicherung verbuchen können.

Von dem Luxusurlaub der letzten Wochen sind wir nun jedenfalls Meilen entfernt und stellen bis jetzt fest – es geht alles!

Nun schreiben wir gemeinsam den Blog und hoffen, dass wir in der Nacht nicht den Mosquitos anheimfallen, da es außer einer „Dusche mit Nobite“ (Mückenspray für Hartgesottene) keinen weiteren Mückenschutz gibt, dafür aber viele dieser kleinen Flieger. Wir sind ja gut ausgerüstet aufgebrochen.

Nun hoffen wir sehr, dass wir morgen den Flug bekommen und dass die schon erfolgten Umbuchungen dann alle klappen. Wir sind sehr dankbar, dass wir mit Valeria in engem WhatsApp Kontakt stehen und gut informiert werden.

Alles ist auch deshalb kompliziert, weil wir noch Gepäck in unserem Hotel in Medellín deponieren mussten, da auf diesen Dschungelflügen restriktive Gepäckvorschriften gelten. So haben wir 3/4 unseres Gepäcks in Medellín, werden das Hotel aber gar nicht mehr aufsuchen können, da wir morgen Abend in Cartagena sein sollten. Es bleibt abenteuerlich – und wir hoffentlich weiterhin sehr gelassen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert