Guayaquil – zweiter Besuch

Unser zweiter Besuch in Guayaquil erfolgt unter ganz anderen Voraussetzungen als beim ersten Mal. Die Stimmung ist gelassen und überall ist Leben – eine ganz andere Stadt als vor einer Woche. Wir haben nun zwei Tage zum Sortieren, Aufarbeiten und Flanieren in der Stadt. Außerdem können wir die Möglichkeiten unseres Hotels hier ausgiebig nutzen: Pool, große Terrasse, sehr geräumige Zimmer, schnelles Internet.

Natürlich haben wir uns wieder auf den Weg zur Promenade Malecón 2000 gemacht. Vorher aber ging es erneut in einen Telefonshop, um die nun mittlerweile dritte SIM-Karte zu kaufen. Dieses Mal war das Abenteuer etwas größer, da mein Handy nicht so wollte wie die Verkäuferin und diese auch wohl nicht so sehr fachkundig war. Nach fast 90 Minuten Bastelei habe ich nun eine neue ecuadorianische Nummer und kann (in Notfällen) telefonieren und wir haben LTE Netz unterwegs. Allerdings macht das Telefon auch dieses Mal wieder bei manchen Apps merkwürdige Dinge.

Nachdem uns das letzte Mal von einem Ausflug ins Viertel las Peñas abgeraten wurde (Gefahr wegen „Aufständischen“), sind wir heute durch das bunte Stadtviertel den Cerro Santa Ana hoch gestiegen. Die 444 Treppen fielen bei schwülen 30 °C ziemlich schwer, da sie aber durchnummeriert sind, wussten wir wenigstens, wie lange wir noch klettern mussten.

444 Treppenstufen durch das bunte Häuser-Wirrwar

Oben konnten wir den Leuchturm besteigen und den Blick über die Stadt genießen, leider bei ziemlich grauem Himmel.

El Faro de Guayaquil

Besonders schön die leuchtend bunten Häuser des Hügels gegenüber.

Häuser auf dem Cerro del Carmen
Panorama vom Leuchtturm mit dem Guayas an beiden Seiten des Bildes

Dann ging es ins Museum MAAC / Museo Antropologico y de Arte Contemporaneo direkt am Flussufer. Hier in Südamerika funktioniert wirklich alles anders. Wir waren mal wieder alleine in der Ausstellung und anstatt Eintritt zu zahlen, mussten wir einen Ausweis für die Zeit des Besuchs hinterlegen.

Schöne, blitzeblanke Ausstellungsräume mit guter, moderner Kunst. Die antropologische Ausstellung war leider zu sprachlastig für uns.

Gleich geht´s in eines der Fischrestaurants der Stadt und dann werden die Koffer mal etwas neu sortiert – wir können die zusätzlichen Tage hier sehr gut für ein Durchschnaufen nutzen.

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