Bogotá – eine bunte Stadt voller Leben

Nach unserem etwas halbherzigen Start gestern, haben wir uns heute zumindest tagsüber voll in das Großstadtleben gestürzt. Endlich konnten wir ein paar der unzähligen Graffitis anschauen und fotografieren. Es gibt wirklich in jeder Straße wunderschöne Kunstwerke und uns ist unklar, wie wir bei der ersten Stippvisite gestern keine sehen konnten.

Da Graffitikunst in dieser 8 Millionenstadt nicht unter Strafe steht und sogar durch viele Projekte gefördert wird, findet man hier sehr beeindruckende (leider vergängliche) Werke. Ich habe mal versucht ein paar sehr unterschiedliche hier auszuwählen:

Ein typischer kleiner Stand vor einem sehr detailreichen Graffiti
Zumindest das Totenkopfäffchen hatten wir hier ja schon mal.
Die hier im Stadtviertel, dass ganz wesentlich von Studenten geprägt ist, herumziehenden Rauchschwaden lassen auf einen sehr hohen THC-Konsum schließen.
Skater, Hund und Stadt – das passt hier ganz gut.

Nach dem Graffiti-Rundgang und einem Besuch im Museo del Oro mit unfassbar viel nicht umgeschmolzenen Goldgegenständen der verschiedensten Vorkolonialzeiten ging es endlich wieder zu einem Friseur. Die uns empfohlene Peloqueria war wiederum ein kulturelles Highlight. Wir hatten in einem winzigen, superchaotischen Laden beste Techno-Elektro-Musik und einen wunderbar abgedrehten Friseur, der ähnlich viel tanzte wie Haare schnitt, aber über die Ergebnisse sind wir beide mehr als glücklich.

Den späten Nachmittag ging es dann mit dem Teleférico auf den Berg Monserrate, um auch hier den Ausblick über das unendliche Häusermeer aus einer Höhe von 3100 m (500 m über der Stadt) zu genießen.

Mit dem Teleférico (wieder ein Schweizer Modell) zum Blick über die Stadt im Talkessel aber trotzdem noch auf 2600 m Höhe.

Während wir auf den Sonnenuntergang warteten, konnten wir beobachten wie die schönen Trompetenbäume der Parkanlage bestäubt wurden.

Hier versteckt sich der Necktardieb etwas….
… und damit war meine Frage von letzter Woche beantwortet, es sind doch die Kolibris, die so tief in den Kelch hinein kommen.

Endlich ging dann die Sonne unter….

Dunkelheit bricht über der Hauptstadt Kolumbiens herein.

Ich habe wirklich unzählige Fotos schießen müssen, um mit den Lichtverhältnissen klar zu kommen, aber digital ist das ja alles kein Problem – nur das Aussortieren dauert dann so lange.

Dann endlich war nur noch ein Streifen Restlicht am Horizont und die Straßen und Häuser der Stadt voll beleuchtet. Durch den leichten Smog über Bogotá kam dann auch noch eine wunderbar intensive Rotfärbung zustande.

Leider wurde es schnell sehr kalt und trotz Jacken waren wir froh, noch vor der absoluten Dunkelheit wieder auf dem Rückweg zu sein. Außerdem hatte Matthias heute mit so etwas wie Heuschnupfen zu kämpfen. Wir vermuten, dass es an dem leichten Smog hier liegt – aber mit unserer Reiseapotheke wird das hoffentlich morgen gut in den Griff zu kriegen sein.

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