In den Weinbergen im Norden Colmars

Heute war die Gegend im Norden Colmars unser Ziel. Das erste Dorf auf unserer Route war Riquewihr, dass zu den schönsten Dörfern Frankreichs zählt und (welch Wunder) von Fachwerkhäusern geprägt ist. Was für wunderschöne Orte es hier gibt… Um aber nicht wieder nur Bilder mit Fachwerkhäusern zu posten, hier ein paar Details die so typisch für diese Region sind:

Hier geht es wirklich überall um Wein – und zwar um wirklich guten Wein, wie wir mehrmals täglich feststellen konnten.
Aber auch gutes Essen spielt im Elsass eine große Rolle und zwar nicht nur bezüglich des Choucroute (Sauerkrauts)….
Ganz ohne die Fachwerkansicht geht es natürlich auch nicht.
Aber auch Gassen ohne Fachwerk waren wunderschön bepflanzt und pittoresk.

Nach einem ausgedehnten Bummel ging es über Hunawihr (das etwas hinter unseren Erwartungen geblieben ist) hoch zur Haut-Koenigsbourg. Wie immer auf den Berggipfeln erwarteten uns hier wieder ordentlich Touristenrummel, aber auch ein paar schöne Stunden und Ausblicke über das Land.

Die große Burg selber ist ein Wiederaufbau, den Kaiser Wilhelm II teilweise selber aus seiner Privatschatulle bezahlt hat. Der Aufbau wurde mit damals sehr modernen Methoden von 1901 bis 1908 realisiert und sollte den Zustand von ca. 1460 widergeben.
Zum ersten Mal in diesem Urlaub zog der Himmel zu und es schien, als würde der Nebel in den Vogesen aufziehen – aber schon bei der Abfahrt nach Bensheim wurde es wieder sonnig.
Eine sehr typische Szene: Störche vor Weinbergen gekrönt von einer Burg (hier Haut-Koenigsbourg)
Bensheim konnte uns dann mit seiner Kombination aus moderner Stadtmöblierung und alten Hausfassaden überzeugen. Selbst der kleinste Parkplatz war besser bepflanzt als fast alle Beete auf der Landesgartenschau Beelitz, die wir 3 Wochen vorher besucht haben. Für uns Pflanzenliebhaber ist Frankreich und insbesondere diese Dörfer einfach ein Eldorado.

Unsere vorletzte Station des Ausflugs war Ribeauville, erneut eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Auch hier können wir bestätigen, dass die Auszeichnung mehr als verdient ist.

Blick entlang der Grand’Rue zur Ulrichsburg
Hier galt (mehr noch als in den anderen Orten): mehr ist mehr, gerne wurden zwei Blumenkästen übereinander gehängt und jeder Quadratmeter mit Blumenkübeln und Pflanztöpfen geschmückt.
Und wer hat je behauptet, dass man Oleander nicht auch in einen Balkonkasten pflanzen kann – mehr ist eben mehr 😉 Für uns ein Paradies an Ideen und Anregungen für unser kleines Gartenreich.

Danach ging es dann zur Weinverkostung vor den Toren Colmars. Und natürlich wurden wir Dank guter Beratung fündig – Muskat und Gewürztraminer haben es in unsere Weinkisten geschafft. Zum guten elsässischen Abendessen gab es dann auch noch eine Flasche Pinot gris und wir sind auf dem Weg in den Alkoholismus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.